Samstag, 07.11.2015

Lovely Lund

Sicherlich habe ich noch nicht jeden winzigen Winkel in Växjö erkundet. Nichtsdestotrotz haben wir uns vor kurzem in den Zug gesetzt (welcher sich zunächst als der Falsche fur unser Ticket herausstellte; aber zum Glück hat uns der freundlichste Zugbegleiter geholfen, der mir je begegnet ist)
Was uns als generelle Lehre für Schweden dienen sollte: orientiert euch niemals am Bahnhof an Pressbyran (Kiosk) oder Fahrradständern. Es gibt sie zu häufig.wink

Was tun in Lund? Also wir hatten keinen konkreten Plan. Es eignet sich schließlich immer einfach die Stadt im Spaziergang zu erkunden. Aber zuerst: fika. 

Was weiß man über Lund? Vielleicht, dass dort die zweitälteste Universität Schwedens. Die heutige Linné Universität (der wundervolle Campus, an dem ich hier meine Zeit verbringe) gehörte früher auch zur Lund Univesität. 

Lund University

 

Auf unserem Spaziergang kamen wir auch an der Allerheiligen Kirche vorbei. Wer schwedisch kann, ist klar im Vorteil. In dem Fall hätten wir verstanden, dass im Inneren gerade ein Filmteam arbeitet. Sowas schreckt uns natürlich nicht ab. Anstatt uns aber zu vertreiben wurden wir freundlich begrüßt und uns erklärt was gedreht wird. So viel sei gesagt: es war kein neuer Hollywood Blockbuster. Sonst hätten wir uns natürlich als Star Schauspieler zur Verfügung gestellt.

All saints church

 

Typisch nach schwedischer Tradition gab es anschließend für uns noc eine Portion Lördagsgodis. Ursprünglich gab es Süßigkeiten nämlich nur am Samstag. Bei der riesigen Auswahl braucht es allerdings mehrere Samstage um dich durch alles durchzutesten. Es sei denn man lässt die Lakritze aus. 

Süßigkeitenladen

Süßigkeitenüberdosis. Verglichbar süß mit der Stadt ansich. Klein, aber fein. 

Dienstag, 27.10.2015

Nastrovje!

Stockholm - Helsinki - Sankt Petersburg 

und zurück

Das war der Reiseplan in der Kurzzusammenfassung.
Die lange Version folgt sogleich:

Montag 08:00: Start von Växjö nach Stockholm. Von dort ging es mit der "MS Gabriella" nach Helsinki.

 

Dienstag 10:10: Ankunft in Helsinki. Kurze Stadtführung mit dem Bus und anschließend etwas Freizeit, um sich nach etwas Essbarem umzusehen.
Abfahrt 18:00 Richtung St Petersburg auf der "MS Princess Maria"

 

Mittwoch 09:30: Ankunft in St Petersburg. Keine Zeit verlieren. 72 Stunden dürfen wir uns ohne besonderes Visum in Russland aufhalten. Deshalb gilt es, diese Zeit so effektiv wie möglich zu nutzen. Gleich nach dem Verlassen des Schiffes hat uns unser Reiseführer Vadim zu einer Stadtrundfahrt entführt. So konnten wir schon einen Einblick gewissen, was wir uns in den nächsten Tagen genauer anschauen werden.
Anschließend durften wir endlich in das Hotel einchecken.
Was erwartet man von 3* in Russland? Ich persönlich habe nicht viel erwartet und wurde außerordentlich positiv überrascht. Ein schickes IBIS Hotel hat man für uns ausgewählt. So gefällt mir das studentische Reisen.

Damit war der Tag allerdings noch nicht vorbei. Die Highlight folgten erst noch. Nachdem sich jeder ordentlich herausgeputzt hat, um sich in das russische Nachtleben zu stürzen durften wir zunächst das Schwanensee Ballett bestaunen. Fantastisk. Überragend, mit welch' Grazie sich die Tänzer auf der Bühne bewegt haben. (Die Herren hatten wirklich Storchenbeine wink)

Nach einer kurzen Pause im Hotel wurden wir stilecht von unseren Limousinen abgeholt, um eine nächtliche Stadtrundfahrt zu unternehmen. Wie die VIP's feierten wir mit "russischem Champagner" und posierten vor den Sehenswürdigkiten St Petersburgs.

Der Morgen danach:

 

Donnerstag: Abfahrt zum Catherine's Palast in Puschkin Stadt.
Hier gab es auch wieder eine Führung durch die Räumlichkeiten. So viel Gold kiss. Und es war, wie immer wieder hervorgehoben wurde, nicht nur Goldfarbe, sondern echtes Blattgold. Einige der Möbel hätte ich auch gern in meiner Wohnung. Die Russen von damals hatten Geschmack. 

chatherine's palace

Am Abend haben wir an einer Bootstour teilgenommen. St Petersburg bei Nacht ist wirklich ein Highlight.

  on the boat

Freitag: Check out aus dem Hotel. Natürlich haben wir zuvor das Fühstück ausgiebig genossen.
Da ich nun wirklich keine Kunstexpertin bin, kann ich zu den Exponaten im Hermitage-Museum nicht vil sagen außer: schön! 

Nach dem Museum zeigte uns unser Reiseführer noch die schönsten Kirchen der Stadt. Und hier muss ich wirklich sagen: etwas vergleichbares habe ich noch nie gesehen!
Eine schöner als die Andere! Besonders auffällig: wiederkehrende Mosaikgemälde an den Wänden und Decken der Kirchen. Ich scheitere schon an 1000-teiligen Puzzlen, aber was die Künstler von damals dort geschaffen haben ist einfach genial. Kein Wunder, dass diese Arbeit teilweise 40 Jahre gedauert hat. Im Gegensatz zu normalen Malereien haben diese zumindest die kalten Winter Russlands überstanden.

Mit wundervollen Eindrücken über Sankt Petersburg (und meiner neuen Liebe, den Fabergé-Eiern) fuhren wir wieder zurück.

Samstag 10:00: Bevor es direkt nach Schweden ging, blieb uns noch ein wundervoller Nachmittag in Helsinki. Diesen haben wir auf der Insel "Suomenlinna" verbracht. Eigentlich nur eine Ruine auf einer Insel, aber für uns wunderschön.

  Suomenlinna

Sonntag: nach einer weiteren - sich ewig ziehende - Nacht auf dem Schiff und wir sind sicher in Stockholm angekommen. Die einen müde und verkatert, andere einfach nur fertig von der Reise und den vielen Impressionen, sind am Abend auch endlich wieder in Växjö angekommen.

 

Fazit: tolle Reise, langer Weg bis nach Russland, viele Impressionen, definitiv einen weiteren Besuch wert!

 

Anmerkungen:

  • Shopping in St Petersburg lohnt sich!
    Der Wechselkurs ist aktuell so "gut", dass Limotour und sogar ein Hotel im studentischen Budget drin sind.
  • erwartet keine Englischkenntnisse. Manchmal kommt man sogar mit Deutsch weiter
  • Kreditkartenzahlung ist generell auf dem Schiff möglich, aber erfragt sicherheitshalber, wo sich der Geldautomat befindet. Verbindungsprobleme sind keine Seltenheit.
  • wer nicht zusätzlich Geld für teures Essen auf dem Schiff loswerden möchte, schmiert sich lieber seine Brötchen selbst. 
  • Am Besten auch ein Buch o.ä. mitnehmen. Das Unterhaltungsprogramm kann dürftig ausfallen und WLAN kann man auch nicht immer erwarten!
  • UND: wer sich in kleinen Räumen nicht wohl fühlt, sollte eine Kabine mit Fenster und normalen Betten buchen. Zudem solte man darauf achten, dass man nicht die Kabine zwischen Auto-Deck und Maschinenraum bucht. Das kann Minderwertigkeitskomplexe hervorrufen. Mal abgesehen von Titanik-Szenarien im Kopf.

Alles aber Kleinigkeiten, die man bei der ersten Reise dieser Art erst selbst erleben muss und meinerseits der Begeisterung über diesen Trip keinerlei Abbruch getan haben.

Go Russia!

 

Montag, 05.10.2015

Tag der deutschen Einheit // Oktoberfest

Willkommen zum Oktoberfest!

Pünktlich zum Nationalfeiertag feiern einige schwedische Studenten & ein paar deutsche das allseits bekannte & beliebte Oktoberfest.

Wie sieht das aus?
Die meisten Schweden haben sich im Karnevalsshop mit "Dirndl" und "Lederhosen" eingekleidet. 
Sie sind sich wohl bewusst, dass die Madl aussehen wie Rotkäppchen mit zu kurzem Röckchen und die Buben eher wie Peter Pan. Außerdem denken Viele, dass die typisch bayrische Kleidung in ganz Deutschland getragen wird.
Deswegen musste ich als Sächsin oft erklären, weswegen ich kein Dirndl habe. Alles kein Problem. spätestens beim "Fliegerlied" und "Cowboy und Indianer" tanzen spielte das keine Rolle mehr. 
Currywurst bzw. Bratwurst kennt man schließlich auch überall, genau wie Apfelstrudel und Bier.

Gruezi

Auch wenn nicht alles original deutsch bz. bayrisch war, war es ein Riesenspaß diese schwedische Version des bekannten Volksfestklassikers mitzuerleben. Und Wie bei jedem Fest ist es schließlich nur der Spaß, der zählt!

Dienstag, 29.09.2015

Willkommen in Växjö

Nachdem wir heute das letzte Seminar dieser Studienperiode hinter uns gebracht haben - inklusive Präsentation derHausarbeit & Fika mit unserer Lehrerin - und ich bei diesem wundervollen Wetter eine Runde um die zwei nahegelegenen Seen gelaufen bin, wurden wir von der Stadtverwaltung zur Begrüßung zur Fika eingeladen.

  • Fakt: Fika ist nicht das typische Kaffeetrinken bzw. Vesper, wie wir es aus Deutschland kennen. Prinzipiell ist es Kaffee oder Tee mit etwas Süßem (die Zimtschnecke ist dabei natürlich die Nummer 1). Allerdings muss das nicht zwingend am Nachmittag stattfinden. 
    Ein Tag kann hier schon mal wie folgt aussehen:
    • Frühstück
    • Fika
    • Mittagessen
    • Fika
    • Abendessen
    • Fika
    • ....
    • Fika

Bevor man uns an's Essen herangelassen hat wurden wir noch über die Besonderheiten der Stadt informiert.
Was so speziell hier ist?

Simpel: Es ist die grünste Stadt Europas.
Den Titel hat sich Växjö nicht einfach selbst verliehen. Vor einigen Jahren hat BBC angefragt, ob sie einen Bericht über die Innovationen in der Klimafrage drehen können.
Was tut Växjö? Sie kümmern sich darum, dass die wunderschönen Seen hergerichtet werden, die Busse fahren mit Biogas aus den Bio-Haushaltsabfällen und hinsichtlich der Politik ist es, die wahrscheinlich einzig Stadt der Welt, in der bezüglich Umweltfragen alle Parteien Mitspracherecht haben. Außerdem ist es absolut üblich die alltäglichen Wege nicht faul mit dem Auto zu fahren, sondern mit dem Fahrrad. Hier ist dies aber auch sehr leicht. Überall gibt es Fahrradwege, also muss man keine Angst haben, jeden Moment von der Straße gefegt zu werden.
Das Allerbeste ist hier das Wasser. Darauf ist man hier auch ganz stolz. Sogar Preise gab es dafür. Deswegen sind hier bestimmt alle so hübsch. Mal schauen, ob es bei mir auch wirkt .

Man kümmert sich hier jedoch nicht nur um die Umwelt. Auch die Bewohner liegen dem Bürgermeister am Herzen. Er beantwortet jede E-Mail selbst und hat uns sogar angeboten ihm zu schreiben. Mit demjenigen, der die erste Mail schreibt, geht er Essen. Das war wohl ein Spaß?
War es nicht! Noch während er seine Rede hielt bekam er eine Mail von einem Studenten und hat diesen demzufolge zum Essen eingeladen Wäre ich doch mal nicht so schüchtern gewesen und hätte meine Mail schneller abgeschickt..

Apropos Essen. Fika bestand anschließend aus Wraps und Käsekuchen und natürlich Kaffee & Tee.
Der Käsekuchen entsprach nicht soganz dem, was wir erwartet hatten. Käsekuchen mit körnigem Frischkäse? Irgenwie strange, aber mit Sahne und Erdbeeren durchaus essbar. 

Das war's zumindest für heute.

Sonntag, 27.09.2015

Mr Elch und das Glas

Das Highlight bisher: ich habe Elche gesehen.
Diesmal waren sie sogar echt und nicht nur aus der Kuscheltierabteilung von IKEA, wenn auch nicht komplett in freier Wildbahn, sondern nur im Elchpark in Kosta.

Elch vorher

Allerdings sollte man sich lieber nicht zu sehr mit ihnen anfreunden.
Nachdem wir uns ausgiebig am Anblick dieser starken Tiere erfreut haben ging es zum Grillplatz.
Was kam da wohl auf's Rost?

Brötchen und Elchwurst. Kann man schon mal essen, aber es ist sicherlich nichts für jeden Tag. 

  Elch nachher

Im Anschluss sind wir noch zur Glasmanufaktor gefahren.
Ich finde es immer wieder überragend, wie aus der Rohmasse so wundervolle gläserne Gegenstände entstehen.
Da alles handgemacht ist, kann man sich sein Weinglas wahrscheinlich nur aus dem Outlet leisten.

Gläser

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